Denn Erstens kommt es anders…

Zeitung
Bild: Envatoelements

Wie eine Ende-des-Monats-Zeitung entstanden ist

Wir hatten „Klartext“ geplant als Zeitung, die monatlich erscheint und zwar zum jeweils 15. des Monats. Die Homepage und den Telegram Kanal hatten wir pünktlich freigeschaltet in der Hoffnung ein paar Tage später (im Grunde schon über unserem geplanten Termin) die fertige Druckausgabe zu präsentieren und in die Verteilung zu bringen.
Wenn in Unternehmen heutzutage nach modernen Projektmanagementmethoden gearbeitet wird, dann nennt sich das neudeutsch „agil“. Agiles Projektmanagement bedeutet nicht mehr lange Pläne zu machen, da Pläne in einer komplexen und dynamischen Umwelt bereits veraltet sind in dem Moment, da sie fertig sind. Also wird mehr oder weniger einfach losgelegt – immer mit dem Ziel möglichst schnell ein Endprodukt herzustellen, das nun von Runde zu Runde verbessert wird. Dadurch lernt die gesamte Organisation auch intensiv dazu.
Genau so haben wir auch einfach angefangen und keine großartigen Pläne gemacht und so lernen wir von Tag zu Tag dazu. Wir sind keine Profis, sondern Amateure und wir werden wohl bei jedem Schritt Fehler machen und daraus lernen. So haben wir z.B. gelernt, dass es vom Schreiben von Artikeln und dem anschließenden Redigieren ein weiter Weg zu einem fertigen Layout ist, das ohne Fehler ist. So hat sich die Arbeit zum ersten Mal verzögert. Die zweite Verzögerung kam mit der Frage wo wir drucken lassen und was das kostet. Wir gingen davon aus, dass die Unterschiede bei der Preisgestaltung von Druckereien immens sein können. Wir arbeiten ja nicht damit eine Zeitung zu verkaufen und damit Geld einzunehmen. Wir arbeiten ausschließlich mit finanzieller Unterstützung von Privatpersonen und/oder Unternehmen. Und so dachten wir, die Finanzierung der ersten Ausgabe sei sicher, bis wir gelernt haben, dass die Druckkosten in der vorgesehenen Version unsere Mittel bei weitem überstiegen haben. Also hatten wir das Vorhaben zu verändern und eine andere Druckerei gesucht. Diese haben wir gefunden, die Finanzierung war somit in trockenen Tüchern, bis – ja bis wir festgestellt haben, dass die Druckerei nur 8 Seiten drucken will, wir aber nur vier Seiten für die erste Ausgabe machen wollten. Und so kam es, dass wir für diese erste Ausgabe doch 8 Seiten haben und von diesen 8 Seiten 4 Seiten auf die Schnelle mit Inhalt gefüllt werden mussten. Das Ergebnis halten Sie jetzt in den Händen. Und deshalb hat es auch deutlich länger gedauert, als wir es ursprünglich gedacht hatten. Und weil wir nicht innerhalb von 14 Tagen eine komplette nächste Ausgabe an den Start bringen können (wir arbeiten alle ehrenamtlich in unserer Freizeit), wird „Klartext“ eben jetzt immer am Ende des Monats erscheinen. Und wir werden auch in Zukunft 8 Seiten haben. Das sieht dann fast schon wie eine professionelle Zeitung aus, obwohl das gar nicht unser Anspruch ist.

In diesem Sinne wünschen wir mit dieser Ausgabe und auch in Zukunft viel Freude beim Lesen.